Juli 2013 | Asche

erzählt von Th.S.

blog_ascheVor einiger Zeit bekam ich einen Kalender geschenkt, einen Geschichtenkalender. Eine diese Geschichten hat mich sehr beeindruckt. Vielleicht deshalb, weil mein Vater genauso vorgegangen ist, wie es in der Geschichte erzählt wird und ich ihm dabei helfen durfte.
Ein Enkel half seinem Grossvater gerne im Garten. Wenn die weisse Schneedecke geschmolzen war und junge Gräser und Pflanzen wieder wachsen konnten, dann suchten die beiden geschnittene oder herabfallende Äste und Laub zusammen und verbrannten das Gesammelte – es war damals noch erlaubt. Zurück blieb ein Häufchen Asche. Wenn nun der Grossvater etwas pflanzte, streute er zum Samen oder zu den jungen Pflanzen etwas von der Asche. „Die Asche ist ein guter Dünger“, erklärte er seinem Enkel, da drin ist etwas aus dem Leben des Gartens und wichtige Stoffe daraus werden neu verarbeitet. Asche ist nicht nur Gestorbenes, darin ist Leben, das neu aufblühen und Früchte bringen kann.
Ein schöner Gedanke, ob das mein Vater auch so erkannt hat?